Karin Medenblik-Bruck hat uns alte und neue Bilder
aus Dümpten geschickt
Eine Postkarte aus dem Jahre 1904, die die Auseinandersetzungen um die Eingemeindung der Landgemeinden nach Mülheim darstellt und kommentiert. Jede Person steht für eine Gemeinde. Man achte auf den mit dem Rücken zum Geschehen positionierten Dümptener oder auf die wegguckende Frau aus Styrum…
Zum Hintergrund ein Auszug aus dem Online-Lexikon „Wikipedia“:
Mülheim an der Ruhr - Auf dem Weg zur Großstadt
„In der Zeit von 1904 bis 1928 formte Paul Lembke als Oberbürgermeister von Mülheim das Antlitz der Stadt maßgeblich nach seinen Vorstellungen. Im Jahr seines Amtsantritts wurde die Stadt mit der Eingemeindung der linksruhrischen Stadtteile flächenmäßig um das Siebenfache vergrößert und die Einwohnerzahl wuchs schlagartig von 40.000 auf über 93.000. Schon vier Jahre später - zum 100-jährigen Bestehen - überschritt Mülheim die 100.000-Einwohnergrenze und konnte sich unter die Großstädte einreihen. Lembke verfolgte in dieser Zeit nicht die Strategie der Bevölkerungsvermehrung durch Eingemeindung um jeden Preis. So lehnte er die Angliederung von Alstaden und der nördlichen Teile von Dümpten und Styrum ab und überließ sie Oberhausen, weil ihm die Bezirke zu dicht besiedelt und vom Bergbau geprägt waren. Auf der anderen Seite forderte er die Eingemeindung von Heißen, Süd-Dümpten und vor allem von Menden und Raadt. Daran lässt sich das Ziel erkennen, welches Lembke verfolgte: ein „grünes Mülheim“ zu schaffen, denn diese Stadtteile rechneten zu den landwirtschaftlich geprägten Landstrichen mit alteingesessener Bevölkerung.
Während dieser Zeitspanne legte die Stadt den kleinstädtischen Charakter ab und wandelte sich durch entscheidende Verbesserungen in der Infrastruktur und der Wirtschaft sowie durch wesentliche kulturelle Impulse zu einer modernen Großstadt. Dazu rechnet der Ausbau des Schulsystems, die Ansiedlung des Kaiser-Wilhelm-Institut (1912), die Eröffnung der Stadthalle (1926), der Bau dreier Ruhrbrücken und der Ausbau des Schifffahrtskanals mit den Hafenanlagen (1927). Nicht zuletzt ist die Schaffung großzügiger Naherholungsgebiete auf Mülheimer Stadtgebiet als bleibende Leistung zu nennen.“
Dümptener Bilderbogen
Winter 2008 in Dümpten
Der Geiger von Heide Friede an der Grünfläche Denkhauser Höfe/Oberheidstraße in Mülheim-Dümpten
Der letzte Tag der alten Ziegeleien an der Oberheidstraße in Mülheim-Dümpten, fotografiert aus Richtung Kappenstraße